FAQ sowie Tipps & Tricks

Äußere Einflüsse wirken sich auf die Lebensdauer der Stiefeletten/Stiefel aus, eine sachgerechte Pflege ist daher äußerst wichtig:
Reißverschlüsse müssen immer vollständig geöffnet werden, da ansonsten beim Anziehen Beschädigungen entstehen können (die Zähne des Reißverschlusses werden auseinandergebogen). Bei Stiefeletten/Stiefeln mit Reißverschluss hinten oder seitlich und Schnürung vorne sollte beim Anziehen auch die Schnürung geöffnet werden, da der Reißverschluss und das Innenfutter zu sehr beansprucht wird. Wichtig beim Anziehen ist ebenfalls, dass der Reißverschluss bis unten hin geöffnet wird. Dies wird leider häufig missachtet und der Reißverschluss wird durch „Reintreten mit der Ferse“ beschädigt. Probleme durch Auflösen der Nähte entstehen meistens durch Pflegefehler. Deshalb hier einige Tipps für die Pflege der Stiefeletten/Stiefel:
Starke äußere Verschmutzungen (z. B. Dreck, Matsch) feucht entfernen, am besten mit einem nassen, weichen Schwamm oder Tuch. Keine harten Bürsten (z. B. Wurzelbürste) verwenden. Pferdeschweiß, feuchter Mist, Jauche etc. sind für das Leder sehr aggressiv und laugen es aus. Deshalb sofort feucht entfernen, sonst verhärtet das Leder und die Nähte und beides wird nach einiger Zeit brüchig. Die Lebensdauer der Stiefeletten/Reitstiefel wird erheblich verkürzt. Reißverschlüsse sollten regelmäßig mit einer kleinen Bürste gereinigt werden, damit sie leicht laufen. Danach bekommt der Reißverschluss einen besonderen pflegenden Schutz möglichst mit speziellem Reißverschlussspray oder Silikonspray, damit dieser gängig bleibt, gerade im Bereich der Gehfalten. Hinweise zum Trocknen:
Zum Trocknen benötigen die Stiefel/Stiefeletten je nach Grad der Durchfeuchtung mindestens 24 Stunden. Nicht in der Nähe von Heizkörpern oder Öfen trocknen, am besten an einem trockenen, luftigen Ort. Bei unsachgemäßer Trocknung – zu schnell, bei zu hoher Temperatur – wird das Leder und die Nähte spröde und brüchig, was die Lebensdauer der Stiefelette/Reitstiefel verkürzt. Auch Druckknöpfe sollten von groben Verschmutzungen befreit werden und regelmäßig gängig gemacht werden. Letztlich handelt es sich bei Leder um ein Naturprodukt, das einen Pflegeaufwand notwendig macht.

Lammfellprodukte bestehen aus 100% Lammfell. Diese Wolle hat einen hohen Selbstreinigungseffekt.
Durch einfaches Ausbürsten mit einer Fellbürste oder durch Druckbewegungen mit einem feuchten Schwamm lässt sich bereits ein Großteil von Schmutz leicht entfernen. Sollte es nötig sein stärkere Verschmutzungen zu entfernen, empfehlen wir Handwäsche oder das Waschen in der Maschine nach folgenden Regeln:
Waschen im Schonwaschgang bei 30 Grad Celsius unter Verwendung eines Fellwaschmittels. Produkt nicht schleudern! Trocknung des Fellproduktes bei Zimmertemperatur (nicht an der Heizung und nicht in der prallen Sonne).
Für den Trocknungsvorgang sollten Sie 2-3 Tage einplanen. Während des Trocknens das Fellprodukt immer mal wieder in Form ziehen, dass sich das Produkt nicht verzieht, schrumpelt oder eingeht. Bitte geben Sie Ihr Lammfellprodukt nicht in den Trockner!
Generell ist zu beachten, dass ein Fellprodukt möglichst wenig gewaschen werden soll. Dem Leder wird bei jedem Waschvorgang der natürliche Fettanteil entzogen - dies sollte man meiden. Bei falscher Waschbehandlung können wir leider keine Garantie übernehmen.

Leider lässt sich anhand der Sattelnummer die Kammerweite oder das Alter nicht bestimmen. Wir sind dazu übergegangen die Kammerweite nicht mehr auf dem Sattel zu vermerken, da die Kammer häufig nachträglich verändert wird und somit die Angaben auf dem Sattel nicht mehr der Wirklichkeit entsprechen.
Dies hat gerade bei Gebrauchtkäufen zu Irritationen geführt, da der Sattel tatsächlich eine andere Kammer hatte als eingestanzt war.
Aufschluss über das Sattelalter gibt generell der Kaufbeleg, oder der Sattelpass. Dieser sollte auch bei einem Gebrauchtkauf mit übergeben und unbedingt aufbewahrt werden, da nur unter Vorlage des Kaufbeleges etwaige Garantieansprüche geltend gemacht werden können.
Sie sollten vor einem Kauf die Möglichkeit haben, den Sattel auf Ihrem Pferd auszuprobieren, am besten in Zusammenarbeit mit einem Sattler, um die Passform zu überprüfen.
Ausschlaggebend für den Preis eines Gebrauchtsattels sollte der allgemeine Zustand des Sattels (Leder, Strupfen, Sturzfedern usw. in Ordnung?) und in erster Linie die optimale Passform auf dem Pferd sein.
Generell empfehlen wir, unabhängig von der zu kaufenden Marke, immer einen Sattler mit der Anpassung an Ihr Pferd zu beauftragen, da die korrekte Passform entscheidend für die Gesundheit, Rittigkeit und korrekte Hilfengebung ist.
Für eine eventuell notwendig gewordene Anpassung des Sattels an Ihr Pferd wenden Sie sich gerne an ein Euroriding-Fachgeschäft in Ihrer Nähe. Dort wird man Ihnen gerne weitere Fragen beantworten.

Wie messe ich die Sitzgröße eines Sattels richtig?

Die Sitzgröße können Sie wie folgt selbst messen.
Man nimmt die Strecke in cm vom oberen Sattelnagel quer rüber (Luftlinie) bis zur Mitte des Sattelkranzes, teilt das Ganze durch 2,54, dann erhält man die Sitzgröße in Zoll.

Immer wieder kommt bei Sätteln die Frage nach der Auflagefläche eines Sattels.
Wir sind uns nicht sicher, wer diese Variable ins Spiel gebracht hat, aber sie sagt absolut nichts aus! Ein Sattelkissen ist immer mindestens so lang wie der Sitz groß ist. Alles andere wäre rein statisch nicht zu vertreten und würde dafür sorgen, dass der Reiter mit seinem Sattel auf dem Pferd „schaukelt“.
Ein Sattel mit Sitzgröße 17’’ hat also folglich eine Auflagefläche von mind. 43cm (1 Zoll = 2,54 cm).
Nun kommt aber erschwerend der Pferderücken hinzu. Die Auflagefläche soll ja die Kontaktfläche zwischen Pferderücken und Sattelkissen messen. Ein Pferd mit Senkrücken hat also bei einem leicht nach oben geschwungenen Sattelkissen eine längere Auflagefläche, als ein Pferd mit kurzem und sehr geradem Rücken. Auch das ist geometrisch leicht nachzuvollziehen. Generell muss man also danach beurteilen, wie das Sattelkissen geformt ist und zum Pferderücken passt. Man kann wohl allgemein sagen, das die geteilten, oder französischen Sattelkissen meist kürzer sind, als die Keilkissen, da diese durch den Keil später und steiler vom Pferderücken nach oben „weglaufen“. Aber auch Keilkissen haben bei einigen Pferden ihre Berechtigung.
Fragt man also den Kunden, wie er denn meine, dass man die Auflagefläche messen könne, kommt oft der Vorschlag „Von Beginn des Kissens bis zum Ende“. Das ist aber in der Praxis nicht möglich, da die Kissen ja meist in einem Bogen nach oben führen und dann z.B. an der Efterkante des Baumes angeschraubt werden. Diese Stelle ist bei jedem Modell und Hersteller unterschiedlich hoch und daher wäre das Maß auch nicht vergleichbar. Unabhängig davon sagt dieses Maß nichts über die Kontaktfläche zum Pferderücken aus, da das Kissen ja in einem Bogen nach oben geführt wird. Ähnliches gilt für den vorderen Bereich. Es gibt nun einmal keine Normen im Sattelbereich. Fazit: Die Auflagefläche kann man nicht wirklich messen und vergleichen. Es führt an einer fachgerechten Beratung und einem Ausprobieren vor Ort kein Weg vorbei. Bei der Anschaffung des wichtigsten Ausrüstungsgegenstandes sollte man diesen Aufwand – auch finanziell – in Kauf nehmen.
Am Ende geben die Pferdehalter doch meist in wenigen Monaten mehr Geld für Boxenmiete aus, als der neue Sattel kostet, auf dem dann die nächsten Jahre trainiert werden soll. Lieber beim Wesentlichen klug investieren statt später teuer zu ändern.

Die Kammerweiten von Sätteln unterschiedlicher Modelle, oder gar Hersteller kann man nur schwer miteinander vergleichen.
Die Abstufung stellt vielmehr eine Abstufung innerhalb eines Modells dar (2 ist enger als 3, 5 weiter als die 4, etc.)
Die Kammerweite ist in der Sattelnummer nicht verschlüsselt, weil fast alle Sättel nach dem Kauf angepasst und vielfach in der Kammer verändert werden. Verlässlich messen kann man die Kammer nur an Hand des Abstandes zwischen den Ortspitze, welche man dazu aber zunächst freilegen müsste, was dem Laien unmöglich und beim Sattler unnötig teuer wäre.
Der Kunde sollte hier seinem Sattler vertrauen und die korrekte Auswahl der Kammer dem Fachmann/der Fachfrau überlassen. Hilfreich ist lediglich für die Vorauswahl zu einem Satteltermin, wenn der Kunde dem Sattler mitteilt, welche Größe und Kammerweite er aktuell reitet und um welches Modell es sich handelt.
Beim Gebrauchtsattel wird es an dieser Stelle schwieriger, weil viele Sattler inzwischen nur noch beraten, wenn der Sattel auch bei ihnen erworben wurde. Trotzdem empfehlen wir dringend die Beurteilung zur Passform – zum Wohle Ihres Pferdes – nicht selbst zu übernehmen.
Ganz grundsätzlich handelt es sich bei unseren Sätteln mit Kammerweite 3, oder 32 bis 34 um mittlere Kammerweiten. Alles darunter (also 2, bzw. 28 bis 30) ist enger und entsprechend sind ab 4, bzw. 36 bis 40 die sehr weiten Kammern.

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